Pramrenaturierung

Der Wasserverband Pramtal hat es sich zum Ziel gesetzt, den Hochwasserschutz in den Gemeinden Riedau und Zell an der Pram zu verbessern. Gleichzeitig ist im Zuge dieser (Bau)Massnahmen eine "Renaturierung" des Gewässers (Pram) geplant.

Die nötigen Grundeinlöseverhandlungen wurden bereits durchgeführt. 2010 soll um die notwendige wasserrechtliche Bewilligung bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding angesucht werden.

Baubeginn: ev. 2011 (abhängig von der Fördermittelzusage)
Bauzeit: ca. 3 Jahre

aktuelle Planungsunterlagen (Wegverlegung um den Altarm der Pram) - wurde von Seiten des Naturschutzes gefordert!
festgelegtes Gestaltungskonzept [1.582 KB] (aktueller Plan Stand 14.03.2012)
Radweg Riedau [360 KB] 
Radweg Zell bis Riedau [410 KB] 

Planungsunterlagen (Stand 06.2010 - wasserrechtliche Bewilligung)
Schutzwasserbau Pram Plan 1 [527 KB] 
Schutzwasserbau Pram Plan 2 [621 KB] 
Schutzwasserbau Pram Plan 3 [553 KB] 
Schutzwasserbau Pram Plan 4 [366 KB] 
Querprofil 1-17 [487 KB] 
Querprofil 18-37 [306 KB] 

Link zum Pegelwarnsystem an der Pram. 

Wasserverband Pramtal
Obmann Ing. Walter Steininger
Am Berg 5
4776 Diersbach
T 07719 7205-16
M 0699 126 60 447

walter.steininger@diersbach.ooe.gv.at

Die Pram wird renaturiert

In den 1960-iger Jahren wurde die Pram – beginnend bei der Unterinnviertlerlandesstraße in Riedau bis unterhalb des Ortsgebietes Zell an der Pram – hart reguliert. Das Gerinne weist einen weitestgehend geradlinigen Gewässerverlauf mit sehr glatten Böschungen und wenigen Strukturelementen auf. 

Von Seiten des Wassserverbandes Pramtal wurde ein Projekt in Auftrag gegeben und auch bereits die entsprechenden Bewilligungen für die Renaturierungen erwirkt. Das Projekt wurde vom Ing. Büro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft DI. Günter Humer und die ökologische Begleitplanung vom Technischen Büro für Gewässerökologie DI. Clemens Gumpinger erstellt.

Ziel des Vorhabens ist , entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie eine Verbesserung des ökologischen Zustandes der Pram durch die Wiederherstellung der Organismenpassierbarkeit, Herstellung eines mäandrierenden Gerinnes und die Verbesserung des morphologischen Zustandes zu erreichen.
Außerdem werden die Mündungsbereiche des Schwaben-, Dam-, Golln- und des Einbaches neu gestaltet. 

Auf eine Länge von 3 km wird innerhalb der gegebenen, unveränderbaren Rahmen-bedingungen der Pram wieder die Möglichkeit der freien Entwicklung gegeben. 
Durch die Gerinneaufweitung werden 45000 m³ Erdmaterial bewegt. Der Retentionsraum wird dadurch wesentlich erhöht. Fünf Rampen werden so umgebaut, dass diese wieder für Organismen, insbesondere für Fische, passierbar sind. Der gesamte Projektsbereich unterteilt sich in 28 Teilabschnitte Der bestehende Geh- und Radweg wird flussabwärts des Freibades Riedau auf einer Länge von 1 km vom rechten auf das linke Ufer verlegt. 
Die Baumaßnahmen werden unter Mithilfe des Gewässerbezirkes Grieskirchen ausgeführt.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rd. 3 Mill. Euro. Das Vorhaben wird vom Bund mit 60 % und vom Land OÖ (Referat LR Anschober) mit 30 % gefördert. 
Mit den notwendigen Abholzungsmaßnahmen im Gemeindegebiet von Zell/Pr. wurde bereits im Feber 2011 begonnen. Im heurigen Jahr ist vorgesehen, den Rückbau bis zur Gemeindegrenze fertig zu stellen. Der anschließende Bereich im Gemeindegebiet Riedau soll in den Jahren 2012 und 2013 ausgeführt werden. 

Nach Umsetzung der Baumaßnahme wird an der Pram wieder ein naturnaher Lebensraum für Tiere und Pflanzen vorhanden sein. Die Hochwassersicherheit wird erhöht. Zudem wird ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung der beiden Gemeinden entwickelt, wo die Kinder auch die Möglichkeit haben, den Naturraum "Bach" zu erleben.